In der Mutterkirche St. Bonifatius, 47 Adler Street, London E1 1EE, findet jeweils am 2., 4. und 5. Sonntag im Monat um 11:00 Uhr eine heilige Messe in deutscher Sprache statt. Anschließend gemütliches Zusammensein im Wynfrid Haus.
Zuständiger Pfarrer:
Christian Dieckmann, St. Bonifatius, 47 Adler Street, London E1 1EE
Telefon: 020 – 7247 9529, Fax: 020 – 7247 3879
E-Mail: pfarrer@german-church.co.uk
Wynfrid Haus:
Anthony und Christine Perera, 20 Mulberry Street, London E1 1EH
Telefon: (020) 7247 6110, Fax: (020) 7247 0552
E-Mail: german_catholic_mission@yahoo.co.uk, Webseite: www.wynfridhouse.com
Im Monat August finden keine Gottesdienste In deutscher Sprache statt.
Sonntag, 29, Januar 2012
11:00 Uhr 4. Sonntag im Jahreskreis – Heilige Messe (Pfr.
P. Christian)
Intention: For the deceased George († 30.01.1983) and Ivy (†
04.02.1988) Bates
Hausmessen
Für alle, die außerhalb von London wohnen, sind die Haus- messen ein weiteres Gottesdienstangebot. In vier verschie- denen Regionen (Great Missenden, Nord-London, Kent und Neu: Lioba House) treffen sich kleinere Gruppen bei Gemeindemitgliedern zu Hause oder in einem Pfarrsaal zu einer Heiligen Messe und anschließendem Beisammensein.
Great Missenden
14:00 Uhr Sa. 18. Februar 2012
14:00 Uhr Sa. 24. März 2012
jeweils im Pfarrsaal der kath. Kirche Immaculate Heart of Mary, 23 High Street, Great Missenden HP16 9AA (keine Anmeldung erforderlich)
Nordkreis
15:00 Uhr Mi. 08. Februar 2012 bei Anne Pacheco,
Tel. 020 8363 8540
15:00 Uhr Mi. 07. März 2012 – bei Siggi Slee,
Tel. 019 9256 0337
Kentkreis
20:00 Uhr Do. 29. März 2012, bei Helmi und John Davis,
Tel. 01322 435136
Neu: Lioba House
19:30 Uhr Mo. 06. Februar 2012
19:30 Uhr Mo. 05. März 2012
19:30 Uhr Mo. 02. April 2012
19:30 Uhr Mo. 07. Mai 2012
Jeweils in der Hauskapelle des Lioba House, 44 Exeter Road, London NW2 4SB,
Tel. 020 8438 9628. Bitte anmelden!
Unsere Toten seit Oktober 2004
Gerd Medoch * 16.01.1935 ✞ 30.12.2004
Teresa Mary Howell * 25.05.1923 ✞ 27.03.2005
Anna Orchard * 20.05.1910 ✞ 23.04.2005
Hilde Samer * 26.03.1933 ✞ 05.05.2005
Angela Kelland-Allsop * 10.06.1964 ✞ 06.05.2005
Lily Gilford * 10.10.1910 ✞ 13.05.2005
Steve Nowacki * 03.06.1964 ✞ 24.05.2005
Theresia * 09.05.1932 ✞ 18.06.2005
Anneliese Smith * 06.01.1926 ✞ 15.07.2005
Charles McFadden * 29.01.1939 ✞ 03.09.2005
Ursula Ise Cooper (79 Jahre) * 03.10.1926 ✞ 18.10.2005
Hilda Clara Eid (94 Jahre) * 31.10.1911 ✞ 10.12.2005
Pater Erwin Siebers, SAC (75 Jahre) * 22.10.1929 ✞ 20.12.2005
Pfarrer in St. Bonifatius, London,
vom 1.7.1993 bis zum 28.7.1996.
Waltraud Mohamed (77 Jahre) * 21.06.1928 ✞ 15.02.2006
Margaret Hildegard Rollinson (79 Jahre) * 01.01.1927 ✞ 18.04.2006
Binder Werner Pantel, SAC (68 Jahre) * 13.05.1938 ✞ 29.05.2006
Marlon Edward Greaves (40 Jahre) * 23.11.1966 ✞ 24.03.2007
Johanna Gerlach (69 Jahre) * 17.04.1938 ✞ 22.06.2007
Schwester Andrea Maria Kopf (69 Jahre) * 01.06.1938 ✞ 27.06.2007
Erna Gibson (88 Jahre) *29.12.1919 ✞ 01.08.2008
Josef Unger (78 Jahre) *26.11.1929 ✞ 19.10.2008
Jakob Lessing (20 Jahre) *27.02.1988 ✞26.12.2008
Ingeborg Agnes Morgan (83 Jahre) *21.01.1926 ✞30.12.2009
David Cotterel (75 Jahre) *21.12.1933 ✞01.12.2009
Ingeborg Agnes Morgan (83 Jahre) *21.01.1926 ✞30.12.2009
Andreas Unger (29 Jahre) *07.11.1980 ✞24.01.2010
Margaret Shepherd *28.06.1923 ✞12.02.2010
Agnes O’Donovan ✞13.02.2010
Karin Kozlowski (84 Jahre) *11.05.1925 ✞15.03.2010
Maria Reiser (90 Jahre) *30.12.1919 ✞28.03.2010
Professor Albert Keller (78) *??.??.1932 ✞05.07.2010
Frank Finnegan (86 Jahre) *05.10.1923 ✞08.09.2010
Aus der Pressemitteilung der Philosophischen Hochschule München:
Pater Albert Keller SJ gestorben
Bedeutender Jesuit, Wissenschaftler und Prediger
München, 6. Juli (HfPh) Eine der markantesten und farbigsten Persönlichkeiten des Jesuitenordens in Deutschland, Pater Albert Keller SJ, ist tot. Der renommierte Theologe und Philosoph starb am Montagabend, 5. Juli, nach schwerer Krankheit im Alter von 78 Jahren in einer Münchner Klinik.
Keller, der sich immer wieder mit Fragen nach Schmerz, Leid und Tod auseinandersetzte, hatte sich vor dem Gang auf die Palliativstation bei einem Gottesdienst von seinen Mitbrüdern im Münchner Berchmanskolleg verabschiedet und dabei auch das Sakrament der Krankensalbung empfangen. „Du kannst deine Gegenwart nicht verstehen, wenn du nicht bedenkst, dass sie vergeht; dein Leben nicht, wenn du den Tod ausklammerst; die ganze Welt nicht, wenn du nicht nach dem Endgültigen fragst“, schrieb er in seinem 1981 erschienenen Buch „Zeit-Tod-Ewigkeit“, das erst vor kurzem neu aufgelegt worden ist.
Zahlreiche Veröffentlichungen dokumentieren Kellers Lebenswerk als Wissenschaftler und Sprachforscher an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München. Mit der ihm eigenen lebensbejahenden Haltung hat er immer wieder Grundfragen der menschlichen Existenz zur Sprache gebracht. Als gefragter Prediger in der Münchner Jesuitenkirche St. Michael gab der wortgewaltige Kommunikator mit seiner lebensnahen Verkündigung nachhaltige Impulse zu einer offenen und kritischen Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben und ermutigte so viele zum Bleiben wie auch zum Engagement in der Kirche.
Schon mit 20 Jahren Jesuit
Albert Keller wurde 1932 als zweites von drei Kindern der Familie eines Facharbeiters in Nieder-Roden, Hessen, geboren. Nach dem Abitur in Offenbach am Main trat er mit zwanzig Jahren 1952 in den Jesuitenorden ein. An der Philosophischen Hochschule der Jesuiten im Berchmanskolleg in Pullach bei München schloss er 1958 das Philosophiestudium mit dem Lizentiat ab. Von 1958 bis 1962 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Philosophie, Psychologie und Fundamentaltheologie. 1962 wurde er mit einer Dissertation über die neuscholastische Interpretation des Seinsbegriffs bei Thomas von Aquin zum Doktor der Philosophie promoviert. An der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom studierte er von 1962 bis 1966 Theologie und schloss mit dem Lizentiat ab. 1965 wurde er zum Priester geweiht.
Seit 1967 im Lehrkörper der Hochschule für Philosophie
Seit 1967 bis zuletzt gehörte Keller zum Lehrkörper der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München, zunächst als Dozent, ab 1969 als Ordinarius für Erkenntnistheorie und Sprachphilosophie und auch noch nach seiner Emeritierung im Jahre 2000. Von 1970 bis 1976 war er Rektor der Hochschule und hatte 1971 deren Übersiedlung von Pullach in die Kaulbachstrasse im Münchner Stadtteil Schwabing und damit deren Neuorientierung und Öffnung für Studierende, die nicht dem Jesuitenorden angehören, zu organisieren. Von 1976 bis 1983 leitete Keller das Institut für Kommunikationsforschung und Medienarbeit an der Hochschule. In den Jahren 1984 und 1985 führte ihn eine Gastprofessur an die Georgetown-University in Washington, USA. Als Mitglied des Wissenschaftlichen Rates der Katholischen Akademie in Bayern wirkte Keller von 1971 bis 2008. Er war auch Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands und des Rotary-Clubs München-Nymphenburg. Bei der katholischen Studentenverbindung Vandalia im CV war er Ehrenmitglied. Als ein der bayerischen Tradition verbundener Jesuit gehörte der gebürtige Hesse auch der Kompanie Tegernsee des Bundes der Bayerischen Gebirgschützen an.
Große geistige Ausstrahlung – kein trockener Philosoph
Der Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten, Stefan Dartmann SJ, würdigte die „große geistige und geistliche Ausstrahlung“ Albert Kellers, die viele fragende und suchende Menschen angezogen habe. Gerade weil ihm bewusst gewesen sei, dass die Botschaft des Evangeliums mehr durch ein überzeugendes Leben als durch Worte vermittelt werde, habe er in seiner Verkündigung den richtigen Ton getroffen. Keller habe bei aller Grundsatztreue und Loyalität gegenüber der Kirche immer für ein offenes, freies und auch kritisches Glaubensverständnis geworben.
Der Präsident der Münchner Hochschule für Philosophie der Jesuiten, Michael Bordt SJ sagte, Keller habe als erster Rektor einer neu ausgerichteten Hochschule maßgeblich dazu beigetragen, das Bewusstsein für den großen Stellenwert der Philosophie bei der Bewältigung persönlicher und gesellschaftlicher Lebensfragen wieder zu schärfen. Als Wissenschaftler von Rang sei er „kein trockener Philosoph“ gewesen, der lediglich Schulmeinungen referiert habe. In seinem Forschen und Lehren hätten immer der konkrete Mensch und das konkrete Leben im Mittelpunkt gestanden. Bei aller Verpflichtung zu prägnanter wissenschaftlicher Arbeit sei er ein selbstkritischer Geist gewesen, der auch zu sich selbst humorvoll auf Distanz gegangen sei. Bezeichnend dafür sei der Titel seines 1988 veröffentlichten Buches: „Wer zuletzt denkt, lacht am besten“. (wr)