Liebe Gemeinde! Liebe Freunde!
September/Oktober 2010
Als am 19. April 2005 der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst gewählt wurde, war das eine Riesen-Sensation! Die Bildzeitung titelte „Wir sind Papst“!!!
Ende Juni dieses Jahres widmete die Bildzeitung erneut dem Papst die Titelseite mit dem Aufmacher:
„Papst Benedikt XVI. stellt Rekord ein.“
„Welchen Rekord?“ wollte man wissen und kaufte die Bildzeitung. Also, welchen Rekord stellte der Papst ein? Nun, seit dem 28. Juni 2010 ist Benedikt XVI. der am längsten regierende deutsche Papst. Aus Anlass seines Besuchs vom 16. 19. September 2010 bei uns in Großbritannien habe ich ein paar Daten über die bisherigen deutschen Päpste zusammengestellt.
Als die „deutschen Päpste“ werden von geschichtswissenschaftlicher Seite zunächst fünf Päpste des 11. Jahrhunderts, von 1046—1058, bezeichnet. Zwei weitere Päpste, die aus Regionen stammten, die zu ihren Lebzeiten ebenfalls zum Heiligen Römischen Reich gehörten, können ihrer Herkunft wegen zusätzlich als „deutsche“ Päpste bezeichnet werden. Somit gibt es mit Benedikt XVI. insgesamt acht „deutsche Päpste“.
Benedikt XVI. ist mit mehr als fünf Jahren und 5 Monaten (am 19. September) der am längsten regierende Papst. Alle deutschen Päpste waren zusammen etwa nur 14 Jahre lang auf dem Hl. Stuhl. Von 1046 bis 1058 gab es eine—wie gesagt—so genannte deutsche Epoche, da fünf deutsche Päpste hintereinander gewählt wurden.
Der im Alter von 24 Jahren gewählte Gregor V. war der jüngste deutsche Papst, Benedikt XVI. ist mit 78 Jahren der bisher älteste. Das Durchschnittsalter liegt etwa bei 46,6 Jahren.
Übrigens: Der bisher einzige englische Papst ist Hadrian IV. Er regierte vom 4.12.1154 bis zum 1.9.1159.
Mit lieben, frohen Grüßen
Ihr
Heinz Medoch
- Gregor V., 3. Mai 996—18. Feb. 999, Regierungszeit: 2 Jahre, 9 Monate, 15 Tage
- Clemens II., 24. Dez. 1046—9. Okt. 1047, Regierungszeit: 9 Monate, 15 Tage
- Damasus II., 17. Juli 1048—9. Aug. 1048, Regierungszeit: 24 Tage
- Leo IX. (Heiliger), 12. Feb. 1049—19. Apr. 1054, Regierungzeit: 5 Jahre, 2 Monate, 7 Tage
- Viktor II., 13. Apr. 1055—28. Juli 1057, Regierungszeit: 2 Jahre, 3 Monate, 15 Tage
-
Stephan IX., 3. Aug. 1057—29. März 1058, Regierungszeit: 7 Monate, 26 Tage
- Hadrian VI., 9. Jan. 1522—14. Sept. 1523, Regierungszeit: 1 Jahr, 8 Monate, 15 Tage
Nach
Hadrian VI. wurden nur noch Italiener gewählt, bis 1978 Johannes
Paul II. († 2. April 2005) aus Polen den Stuhl
Petri bestieg.
8. Benedikt XVI., seit dem 19. April 2005, Regierungszeit bisher 5 Jahre und 5 Monate
Liebe Gemeinde! Liebe Freunde!
Auch wenn die Aufklärung auf den Widerstand der Kirche traf, berief sie sich doch zugleich auf Prinzipien, die schon in den Evangelien zugrunde gelegt sind, zum Beispiel auf die Trennung von Kirche und Staat („Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und gebt Gott, was Gott gehört“) oder auf die Religionsfreiheit. Jesus kannte keinen Glaubenszwang, vielmehr wies er die Jünger an, Orte, in denen ihre Verkündigung nicht angenommen wird, zu verlassen. Tragisch nur, dass die Kirche im Laufe ihrer Geschichte diese Prinzipien immer wieder selbst verletzt hat, zu ihrem eigenen und dem Schaden vieler Menschen. Daraus jedoch zu schließen, der moderne, säkularisierte Staat käme ohne Religion aus oder wäre sogar ohne sie besser dran, ist ein Trugschluss.
In einer nach dem Leistungsprinzip handelnden Gesellschaft werden die Schwachen automatisch an den Rand gedrängt, seien es ungeborene Kinder, Alte und Kranke oder auch Arbeitslose. In einer Gesellschaft, in der die persönliche Freiheit höchste Autorität beansprucht, sind davon Rechte anderer, wie zum Beispiel das Recht auf freie Religionsausübung betroffen. Und es war in letzter Zeit gerade das Bundesverfassungsgericht, das unter Berufung auf das im Bewusstsein vor Gott erlassene Grundgesetz Fehlentwicklungen stoppte (Sonntags-Ladenöffnungszeiten in Berlin, die Hartz-IV-Regelsätze).
Wenn wir an Pfingsten den „Geburtstag“ der Kirche feiern, dann dürfen Christen – auch mit ein bisschen Stolz – darauf verweisen, dass mit der ersten öffentlichen Predigt des Petrus eine jahrhundertelange Entwicklung begonnen hat, die trotz aller Fehler der Kirche auch in die heutige Demokratie mündete. Und wir haben allen Grund dazu, gegen jeden Versuch, Glaube und Kirche aus dem öffentlichen Leben zu drängen, kritisch unsere Stimme zu erheben.
Gesegnete Pfingstfeiertage und frohe Ferien!
Herzlichst Ihr Pfarrer
Heinz Medoch
Zur menschlichen Existenz ist jedem Christen
eine Feuerzunge hinzugegeben worden.
Johannes Chrystostomus
Februar - Maerz 2010
Liebe Gemeinde! Liebe Freunde!
Als Priester hört man sehr oft solche und ähnliche Fragen: Wie kann man noch zur Kirche stehen, die doch immer wieder enttäuscht hat in der Vergangenheit – es sei nur an Kreuzzüge und Hexenverfolgung erinnert – und die immer wieder enttäuscht, wenn sie sich als lebensfremd erweist, wenn sie sich fast nur noch mit Strukturen beschäftigt? Wie kann man noch an Gott glauben, wenn Er uns immer wieder enttäuscht – schauen Sie doch nur in die Welt, wie sie ist? Ich möchte diese Fragen nicht leichtfertig beiseite schieben, nicht einfach als zu oft gehörte Glaubens- und Kirchenkritik abtun. Drei Gedanken sind mir als Antwort wichtig:
Erstens: Was soll an die Stelle von Glaube und Kirche treten, wenn ich ihnen enttäuscht den Rücken zukehre? Die Konzentration allein auf eine Beziehung, auf Ehe und Familie? Humanistische Ideale? Die Politik? In all diesen Dingen sind wir doch auch nicht vor Enttäuschungen sicher; die hohen Scheidungszahlen z. B. legen davon ein beredtes Zeugnis ab. Daraus folgt:
Zweitens: Wer sich auf das Leben einlässt, ist nie vor Enttäuschungen sicher. Vor Enttäuschung schützen nur Gleichgültigkeit und Resignation. Doch angesichts dieser Alternative bin ich lieber lebendig und gehe das Risiko von Enttäuschungen ein. Enttäuschung und Resignation haben nicht von vornherein recht, und deshalb möchte ich immer wieder neu anfangen mit dem Glauben und mit der Kirche. Für mich lautet das Motto eines Christen: Nicht aufzuhören, immer wieder neu anzufangen und nie anzufangen, aufzuhören. Und ich empfinde es auch als einfacher, als beglückender und befreiender, die Hoffnung auf Gott festzuhalten, als niedergeschlagen alle Enttäuschungen zu bejammern. Es ist für mich einfacher, beglückender und befreiender, auch schwere Enttäuschungen im Leben zu ertragen, als alles verlorenzugeben.
Drittens: Ich bin mit meinen Enttäuschungen nicht allein. Als Christen leben wir in einer Gemeinschaft, in der wir Ermutigung erfahren und ermutigen können. Und wir sind nicht allein, weil Gott uns in allen Enttäuschungen nicht allein lässt. Paulus fordert uns im Römerbrief auf: „Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet.“ Dann erfahre ich, dass es einfacher, beglückender und befreiender ist, auch dann weiterzubeten, wenn es anders läuft, als ich mir das vorgestellt habe. Denn Gott hört bestimmt, auch wenn er manchmal anders antwortet, als ich das von ihm erwarte. Das mag kindisch klingen. Aber es hat den großen Vorteil, dass solches Leben und Glauben mich vom Ballast der Enttäuschungen befreit. Also: Mut zur Enttäuschung.
Mit lieben, frohen Grüßen
Ihr
Heinz Medoch
November 2009 - Januar 2010
Liebe Gemeinde! Liebe Freunde!
und wenn es hoch kommt, sind es achtzig.
Das Beste daran ist nur Mühsal und Beschwer,
rasch geht es vorbei, wir fliegen dahin.
Die Worte des Psalmbeters (Psalm 90,10) spiegeln unsere Lebenserfahrung wieder: Wie das Leben dahinfliegt, dem Ende entgegeneilt, die Haut faltig wird, das Leben welkt wie ein Blatt. Eine Perspektive, die uns Angst macht. Aber nicht Angst machen muss. Im Gegenteil: Eine Perspektive, die auch Mut machen kann. Mut zur Endlichkeit ist keine Lebensflucht, sondern Lebensbejahung. Denn:
Seine Endlichkeit gibt dem Leben erst seinen Wert. Wie wertlos wären Erfahrungen und Begegnungen, wenn das Leben unendlich wäre. Wie beliebig, da ständig wiederholbar. Zugegeben, eine theoretische Perspektive, doch die Einmaligkeit von Begegnungen und Erlebnissen macht einen Teil ihres Wertes aus. Und was für Erfahrungen gilt, gilt auch für Menschen. Ihre Einmaligkeit ist Teil ihrer Würde.
In José Saramagos Roman „Eine Zeit ohne Tod“ tritt der Tod in einen Streik. Niemand stirbt mehr. Die Gesellschaft spaltet sich: einerseits die Hoffnung, ewig zu leben, andererseits der Schrecken, nie zu sterben. Auch die Kirche steht vor einem Dilemma, denn ohne Tod keine Auferstehung. Worüber Saramago fantasievoll fabuliert, offenbart einen zweiten Grund, warum wir Mut zur Endlichkeit haben können: Das Leben – inklusive des Todes – hat ein Ziel: die Heimkehr zu Gott, in die Geborgenheit bei ihm. Der Tod ist kein Schlusspunkt, sondern ein Doppelpunkt des Lebens. Oder wie es der ehemalige Erzbischof von München Michael Kardinal von Faulhaber sagte: „Das Amen unseres Glaubens ist nicht der Tod, sondern das Leben.“
Einen dritten Aspekt, der mir Mut zur Endlichkeit macht, entdecke ich in einem Satz von Antoine de Saint-Exupéry: „Das, was dem Leben Sinn verleiht, gibt auch dem Tod Sinn.“ Das, was meinem Leben Sinn verleiht: Liebe und Glaube, gibt auch meinem Tod Sinn. Die Liebe, die den Tod überdauert; der Glaube, in dem auch mein Sterben bei Gott aufgehoben ist. Und die Hoffnung, dass mich der Mut nicht verlässt, wenn mein Leben wirklich zu Ende geht. Wie ein welkes Blatt von dem Rilke gedichtet hat: Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten; sie fallen mit verneinender Gebärde. … Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.“
Mit lieben, herzlichen Grüßen zum Jahresende 2009 und zum Neubeginn des Jahres 2010
Heinz Medoch
September - Oktober 2009
Liebe Gemeinde! Liebe Freunde!
Vorfahrt für Kinder!
Was Vorfahrt für Kinder bedeutet, können zwei Zitate von Ekkehard von Braunmühl verdeutlichen, die der Kindheit ihren eigenen Wert zuerkennen und nicht auf die Vorstufe zum Erwachsensein reduzieren: „Kinder wollen nicht auf das Leben vorbereitet werden, sie wollen leben.“ Oder noch deutlicher: „Viele Eltern quälen Kinder aus einer Liebe heraus, die das Morgen meint. Aber die in die Zukunft gesendete Liebe kann von Kindern nicht empfangen werden.“
Wer der Meinung ist, solche Ansichten wären realitätsfern, sollte sich fragen, wie es heute um unsere Kinder und Jugendlichen bestellt ist? Steigender Alkoholkonsum und Tablettenmissbrauch, zunehmende Gewalt – auch gegen sich selbst, sind nur zwei Stichworte. Natürlich sind davon bei weitem nicht alle betroffen, vielleicht nur eine Minderheit, doch kann das nicht als Ausrede gelten, nicht nach den Gründen zu fragen.
Und es ist ein spannendes Unterfangen, die Sätze Braunmühls einmal zum Maßstab für unsere Gemeinden zu nehmen. Haben Kinder Vorfahrt im Gemeindealltag und im Gottesdienst? Fest steht, dass die Kirche die Jugend kaum noch erreicht. Die neuen Zahlen der „Sinusstudie U27 – Wie ticken Jugendliche?“ zeigen auf, dass gerade mal noch 25 % der Jugendlichen für die Kirche erreichbar sind. Haben Kinder und Jugendliche in der Kirche Vorfahrt, wenn ein Großteil von ihnen, Kirche und Gemeinde als rückständig empfinden? Was wir so verlieren, mag ein letztes Zitat verdeutlichen. Es stammt von Dante Aligheri aus dem 13. Jahrhundert: „Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.“
Ihnen und all Ihren Angehörigen und Freunden frohe Ferien, gute Erholung an Leib und Seele, zu allem Gottes reichen Segen und auf ein frohes Wiedersehen im Herbst.
Herzlichst Ihr
Heinz Medoch
Die Natur will, dass Kinder Kinder sind, bevor sie zum Erwachsenen werden.
Jean-Jacques Rousseau
Mit jedem Kind, das dir begegnet, ertappst du Gott auf frischer Tat.
Martin Luther
Das Geheimnis aller Brotvermehrung heißt
TEILEN
Kyrilla Spiecker
Mai - Juli 2009
Liebe Gemeinde! Liebe Freunde!
Vielleicht hilft zum Verständnis des Pfingstfestes ein Umweg. Ein Umweg über die Kehrseite von Pfingsten, die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Eine Geschichte, die erzählt, wie die Menschen waren – und wie sie sind. Dass sie keine Grenzen kennen und an die Spitze wollen. Damals mit einem Turm, heute bei der Anhäufung von Geld, bei dem Überschreiten ethischer Grenzen im Bereich der Biologie, bei der Eroberung des Weltraums und, und, und … Gott setzte den Menschen in Babel eine Grenze und verwirrte ihre Sprache. Das ist unsere Vorgeschichte, aus Babel kommen wir. Weil wir hoch hinaus, uns einen Namen machen, Spitze sein wollen und weil dieses Streben oft in Verwirrung und Sprachlosigkeit endet, weil unser Streben keine Rücksicht nimmt auf die Menschen neben uns. Und weil das so ist, brauchen wir auch heute Pfingsten.
Und wenn Babel bis heute wirkt, wieso sollte dann nicht die Pfingstgeschichte bis heute wirken? Wenn Gottes Geist damals Menschen begeisterte – wieso sollte er das heute nicht können? Wenn die Leute damals die Botschaft verstanden, weil sie ihnen direkt zu Herzen ging, warum sollte denn heute dieses Verständnis nicht möglich sein? Woran das liegt, dass uns die uralte Geschichte von Babel so sehr bestimmt und die alte Geschichte von Pfingsten so wenig?
Ich vermute, das liegt daran, dass es uns schwerfällt, die versteckten Anweisungen der Pfingstgeschichte zu befolgen: Denn um Babel rückgängig zu machen, können wir gar nichts tun, sondern wir können nur warten, wie die Jünger damals nichts anderes tun konnten, als auf den Geist Gottes zu warten – einmütig im Gebet verharrt. Der Geist Gottes kommt nicht in mit Plänen und Vorhaben volle Köpfe, sondern in untätige und zum Empfang bereite Menschen. Und er kommt zu Menschen, die nicht nach oben, an die Spitze wollen, sondern alles von oben erwarten. Und die da auf einmal alles verstehen, verstehen die, die Gottes große Taten loben.
Ihnen und all Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Pfingstfest und alle guten Wünsche für die Urlaubszeit!
Ihr
Heinz Medoch
November 2008 - Januar 2009
Im Evangelium des heutigen Sonntags (26. Oktober 2008) hörten wir den berühmten Satz Jesu: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mt 22, 39). Der deutsche Dichter Hermann Hesse (1877-1962), Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1946, hält diesen Satz für „das weiseste Wort, das je gesprochen wurde“. Seine Gedanken dazu möchte ich Ihnen hiermit — auszugsweise — gerne weiterreichen:
„Wenn man die Sprüche des Neuen Testamentes nicht als Gebote nimmt, sondern als Äußerungen eines ungewöhnlich tiefen Wissens um die Geheimnisse unserer Seele, dann ist das weiseste Wort, das je gesprochen wurde, der kurze Inbegriff aller Lebenskunst und Glückslehre, jenes Wort ,Liebe deinen Nächsten wie dich selbst’, das übrigens auch schon im Alten Testament steht. Man kann den Nächsten weniger lieben als sich selbst—dann ist man der Egoist, der Raffer, der Kapitalist, der Bourgeois, und man kann zwar Geld und Macht sammeln, aber kein frohes Herz haben, und die feinsten und schmackhaftesten Freuden sind einem verschlossen. Oder man kann den Nächsten mehr lieben als sich selbst — dann ist man ein armer Teufel, voll von Minderwertigkeitsgefühlen, voll Verlangen, alles zu lieben, und doch voll Ranküne und Plagerei gegen sich selbst und lebt in einer Hölle, die man täglich selber heizt. Dagegen ist das Gleichgewicht der Liebe, das Liebenkönnen, ohne hier und dort schuldig zu bleiben, diese Liebe zu sich selbst, die doch niemandem gestohlen ist, diese Liebe zum andern, die das eigene Ich doch nicht verkürzt oder vergewaltigt: Das Geheimnis des Glücks, aller Seligkeit ist in diesem Wort enthalten.“
„Wenn wir uns das Zueinander von Nächstenliebe und von gesunder Selbstliebe wie eine Waage vorstellen, dann stellt der eine Arm mit seiner daran hängenden Schale die Nächstenliebe dar, und der andere Arm mit seiner Schale die gesunde Selbstliebe. Der entscheidende Punkt ist das Gleichgewicht.
Das Gleichgewicht ist gestört, wenn ich auf die Schale der Nächstenliebe zuviel lege, und auf die Schale der gesunden Selbstliebe zu wenig. In dieser Gefahr ist jemand, der nur die eine Frage kennt: Was muss ich tun, damit es dem anderen gut geht. In dieser Gefahr steht jemand, der immer nur darauf bedacht ist, dem anderen zu helfen, für den anderen zu sorgen, sich um den anderen zu kümmern. Das Engagement für den anderen kann eine Flucht vor sich selber sein. Vor solchen Leuten muss man sich in Schutz nehmen wie vor einer nervösen, abgehetzten Stationsschwester. Nicht alles, was mir als Liebe und Hilfsbereitschaft entgegenkommt, entgegenschlägt (!), kommt aus einem gesunden Verhältnis von Nächstenliebe und Selbstliebe.“
Es kommt also auf das Gleichgewicht, auf die richtige Balance an. Und diese Balance ist nicht etwas Statisches, sondern etwas Fließendes, etwas Lebendiges.
Lieben heißt in diesem Zusammenhang: auf das Gleichgewicht achten — immer wieder, jeden Tag aufs Neue!
Ihnen allen einen besinnlichen Advent, frohe Weihnachten und ein von Gott reich gesegnetes Neues Jahr 2009.
Ihr
Heinz Medoch
Mai - Juni 2008
Liebe Gemeinde! Liebe Freunde
Aber dann stieß ich auf das als Titelbild abgedruckte Foto und blieb schockiert daran hängen: „Aha“ dachte ich - „der Hinweis auf die Kapelle im Flughafengebäude kommt also gleich nach dem Hinweis auf die Toilette und die Gepäckschließfächer! Soweit sind wir also schon gekommen!“ Und ich war empört! Aber dann dachte ich: „Stimmt doch, unsere Kirche ist ja ein Service-Angebot!“
Jawohl, unsere Kirche ist ein Dienstleistungsbetrieb. Unsere Kirche will den Menschen dienen und helfen und wir, die wir diese Kirche bilden, wollen füreinander und für andere da sein! Und es ist ganz toll, dass es auf unseren Flughäfen genug Hinweise dafür gibt, wohin wir uns in „dringenden Notfällen“ wenden und wo wir lästiges Gepäck, das uns nur behindern und einengen würde, vorher wegschließen können. Ja, es ist völlig richtig: Unsere Kirche ist ein „Dienstleistungsbetrieb“, und wir freuen uns, wenn unsere Dienste in Anspruch genommen werden.
Und auch das Wort „Tourist-Service“ stört mich nicht mehr. Hat doch gerade das Evangelium vom letzten Sonntag (20. April) uns darauf hingewiesen, dass wir nur zu Gast auf Erden sind und dass unsere eigentliche und endgültige Wohnung im Himmel ist, von Jesus selbst für uns bereitet, um mit ihm für immer beim Vater zu leben (Johannes 14,1-12)!
Mit lieben, frohen Grüßen
Ihr
Heinz Medoch
Maerz - April 2008
Liebe Gemeinde! Liebe Freunde!
Da heißt es im Gleichnis (Joh 10, 1-10), dass die Schafe seine Stimme kennen. Die Tiere hören keine Worte, sondern den Stimmklang, das Wohlwollen, die Sympathie heraus. Ein großes Vertrauen schwingt hier mit. Ich kann alle Worte Jesu aus dem Neuen Testament lesen, studieren, mir sie intellektuell aneignen - und trotzdem kenne ich noch nicht seine Stimme. Erst wenn ich die Worte mir persönlich zusprechen lasse, seine Liebe, mit der er den Menschen begegnet auf mich beziehe, seine Sympathie mir schenken lasse, erst dann wird er mir vertraut, und ich kenne seine Stimme. Vielleicht muss unser persönliches Gebet zu Hause immer weniger ein Reden als vielmehr ein Sich-anschauen-Lassen werden. Ich überlasse mich dem, der mich kennt, der um alles weiß, bevor ich es ausgesprochen habe. Ich höre oder lese sein Wort, und dann lasse ich es in der Stille nachklingen, muss gar nichts reden, sondern höre auf seine Stimme.
Eine zweite Aussage ist mir wichtig: Er ruft sie einzeln beim Namen. Das ist für mich eine Grunderfahrung unseres christlichen Glaubens. Wir sind vor Gott niemals „die Menschheit“ oder gar „Masse Mensch“, sondern jeder und jede Einzelne ist geliebtes Kind. In den Sakramenten wird dies ganz dicht erfahrbar: bei der Taufe - auf meinen Namen getauft!; beim Bußsakrament die persönliche Zuwendung, ich spreche dich los; bei der Kommunion - der Leib Christi, für dich, möchte ich oft im Stillen hinzufügen; bei der Firmung - der Jugendliche wird mit seinem Namen angesprochen.
Unsere Gesellschaft leidet oft unter zwei Extremen. Da fühlen sich die einen nur als kleines, unscheinbares Rädchen, als ein Nichts in der Masse der Menschen, die anderen übersteigern ihr eigenes Ich in einem extremen Egoismus: Ich selbst als Mittelpunkt der Welt, alles wird danach beurteilt, ob es mir nützt. Wie befreiend da der Glaube sein kann: Ich bin bei meinem Namen gerufen. Ich bin jemand Einzigartiges. Ich muss mir mein Ansehen nicht erkämpfen, sondern ich habe es längst erhalten, bevor ich selbst etwas dafür tun konnte. Und ich kann jedem Menschen genau das Gleiche zugestehen. Auch er ist einzeln beim Namen gerufen, geliebt und geachtet.
Ich bin überzeugt, dass auch heute Menschen sich gerne der „Herde Christi“ anschließen, wenn sie vor allem eines spüren: Unser Glaube ist nicht in erster Linie ein Wissensgebäude, sondern er ist zuerst und vor allem eine Beziehung: miteinander vertraut sein und immer vertrauter werden, bei meinem Namen gerufen sein und vor allem geliebt sein, berufen zu einem Leben in Fülle.
Ihnen und all Ihren Lieben wünsche ich von Herzen gesegnete Feiertage und wirklich frohe Ostern!
Ihr
Heinz Medoch
Dezember 2007 - Februar 2008
Liebe Gemeinde! Liebe Freunde!
Heute neigen viele zu Übertreibung. Weihnachten ist riesig geworden in den Straßen, bei den Geschenken. Manche rüsten ganze Häuser um, zumindest die Fensterfronten. Als sollte uns die Botschaft vom Glanz Gottes eingehämmert werden oder mit geballten Scheinwerfern gleichsam eingeleuchtet werden. Oft ist alles so groß und so massig geworden, dass alles Zarte dahin ist und alles Verletzliche darunter verschwindet. Dann erfreut man sich wieder an einem Bild wie diesem. Weihnachten ist der staunende Blick, das kurze Luftanhalten, der erste süße Geschmack. Gott macht kein Aufhebens.
Und trotzdem stupst er uns wieder leise an und sagt: Guck mal. Und unsere Augen öffnen sich weit und wollen alles festhalten oder ergreifen. Am liebsten den offenen Himmel. Weihnachten öffnet mir den Blick in den Himmel. Der ist so nah. Der Himmel ist nur einen Blick, nur die weit offenen Augen entfernt. Mein Staunen sieht ihn schon. Und was sehe ich?
Ich sehe wieder, hinter dem stillen Glanz, Gottes weit offene Arme. Komm, sagt er, komm doch. Leg dich hinein in die Arme, ich lasse nicht los. Nie lasse ich dich los. Du kannst vertrauen. Wie das Kind, das du warst, kannst du vertrauen. Leben ist Vertrauen. Komm, sagt Gott, halt dich ganz fest an mir. Ich lasse dich nie los.
Leben gelingt, wo ich vertraue. Darum öffnet Gott jedes Jahr seinen Himmel. Immer wieder sagt er seine Worte zu mir, dem großen Kind, das ich doch immer bleibe: Nimm das Leben, das ich dir gebe. Vertraue mir ganz und gar. Und selig bist du.
Ihnen und Ihren lieben Angehörigen und Freunden wahrhaft frohe Weihnachten und ein von Gott reichlich gesegnetes Neues Jahr 2008!
Ihr
Heinz Medoch
Oktober 2007 - November 2007
Liebe Gemeinde! Liebe Freunde!
Dieses Foto stammt aus dem Kosovo als dort noch Krieg herrschte und Tausende Menschen auf der Flucht waren. Es ist noch immer gültig; denn heute sind weltweit mehr Menschen auf der Flucht als jemals zuvor in der neueren Menschheitsgeschichte.
Für all diese Menschen auf der Flucht hat die Vater-unser-Bitte "Unser tägliches Brot gib uns heute" lebenswichtige Bedeutung. Und für uns...???
Über mangelndes Brot oder Nahrungsmittel im weiteren Sinn brauchen wir uns nicht zu beklagen. Im Gegenteil: Aufgrund des kaum zu überschauenden Angebots entsteht höchstens die Qual der Wahl.
Wir müssten eigentlich von Dankbarkeit erfüllt werden, wenn wir obige Vater-unser-Bitte sprechen und vielleicht dabei mitdenken: "Unser tägliches Brot gib ihnen heute."
Aber auch wenn wir in der Brotschwemme fast zu ertrinken drohen, werden wir doch oft nicht satt. Nicht alles, was wir zum Leben notwendig brauchen, können wir uns kaufen: Liebe, Freundschaft, Geborgenheit, Gott.
Menschen verhungern in ihrer Einsamkeit, ihrer Angst, ihrer Ohnmacht. Der Mensch "lebt eben nicht vom Brot allein". Deshalb bleibt die Vater-unser-Bitte auch für uns gültig mit der Betonung auf "unser".
Das, lieber Gott, was wir zum täglichen Leben brauchen, gib uns bitte heute! Danke!
Mit lieben und herzlichen Grüßen für Sie und all Ihre Lieben - und allen guten Wünschen für die kommenden Wochen und Monate verbleibe ich als
Ihr
Heinz Medoch
Juni 2007 - September 2007
Liebe Gemeinde! Liebe Freunde!
Das Christentum übernahm die Kultur der jüdischen Festreisen nach Jerusalem und wandelte sie eigenen Inhalten entsprechend ab. Christen wallfahrteten, um Sünden abzutragen, religiöse Läuterung zu erfahren, geheilt zu werden oder in besonderen Anliegen zu beten. Im Mittelalter galt die christliche Wallfahrt als ein Glaubenszeugnis, insbesondere weil die Wege zu den Wallfahrtsorten oft weit, mühsam und gefählich waren. Das Beherbergen von Pilgern zählte zu den Werken der Barmherzigkeit und gab Anteil an den Segensfrüchten der Wallfahrt. Besondere Bedeutung als Hauptwallfahrtsorte der Katholiken haben die Gräber der Apostel Petrus und Paulus in Rom, das Grab des Apostels Jakobus in Santiago und die Stätten des Heiligen Landes. Insgesamt gibt es über 10 000 christliche heilige Pilgerstätten, die man besuchen kann. Die weltweit größten jährlichen Wallfahrten finden zur Basilika der Jungfrau von Guadalupe (ca. 20 Mio. Pilger) und nach Rom (ca. 18 Mio. Pilger) statt. Eine Wallfahrt war und ist immer auch ein soziales Ereignis, sie führt zu Begegnungen und Austausch zwischen Gläubigen verschiedener sozialer und ethnischer Herkunft.
So haben auch wir unsere Wallfahrten verstanden, die wir jährlich von St. Bonifatius aus veranstalten—als religiöses, soziales und auch touristisches Erlebnis, zu dem alle Freunde unserer Gemeinde eingeladen waren, unabhängig von Konfession und Religionszugehörigkeit.
Mit der geplanten Wallfahrt nach Rom vom 19. bis 26. Februar 2008 haben wir ein kleines Jubiläum erreicht. Es wird unsere 10. Wallfahrt sein—dreimal nach Kevelaer, dreimal nach Trier, einmal nach Schönstatt, diesen April nach Berlin und im kommenden Oktober nach Aachen.
Wegen des kleinen Jubiläums im Jahr 2008 sollte es etwas ganz Besonderes sein—und wir glauben: „Rom ist etwas ganz Besonderes!“
Im Jahre 2008 wird dann keine weitere Wallfahrt mehr angeboten, auch wegen der Kosten und des enormen Zeit– und Arbeitsaufwandes, den unsere Wallfahrten für die Organisatoren bedeuten.
Der Februar-Termin kommt deshalb zustande, weil Ostern im Jahre 2008 schon im März ist und ab Monat März alle kirchlichen Häuser ausgebucht waren.
Da diese Ausgabe der „Oase“ bis zum September gilt, möchte ich Ihnen allen—sowie Ihren Angehörigen und Freunden—frohe Ferien und einen erholsamen Urlaub wünschen und Gottes reichen Segen bei all Ihren Unternehmungen!
Herzlichst
Ihr Pfarrer Heinz Medoch
April 2007 - Mai 2007
Liebe Gemeinde! Liebe Freunde!
Über die Ursachen dieses „Bitte-nicht-stören-Trends“ kann man viel spekulieren: Vielleicht wird die Welt außerhalb der eigenen vier Wände als zu bedrohlich empfunden, angesichts permanenter Terror-Warnungen und der Jahrhundert-Katastrophe im geliebten Urlaubs- paradies. Vielleicht verlangt der berufliche Alltag vielen auch ein Übermaß an Energie und Konzentration ab, dass man die begrenzte Freizeit eben genießen möchte, ohne sich auf fremde Mitmenschen einstellen zu müssen oder sogar von ihnen genervt zu werden. Vielleicht hat auch eine überbordende Spaßgesellschaft mit immer neuen und oft immer oberflächlicheren Events auch zu einer übertriebenen Gegenreaktion geführt: Lass mich in Ruhe! Wie auch immer, in einem Bereich funktioniert der Rückzug ins Private nicht: beim Glauben.
Überrascht? Ist doch heute gerade der persönliche Glaube die Intimsphäre des Menschen. Alles andere erfahren wir, ob wir es wissen wollen oder nicht: Wer mit wem, wie und wo? Selbst die gut gehüteten Nebeneinkünfte der Politiker werden in diesen Tagen ans Licht gebracht. Aber persönliche Glaubensbekenntnisse? Fehlanzeigen! Selbst in diesen Wochen und Monaten, in denen Religion wieder gesellschafts– und politikfähig wird: Schweigen! Verständlich, die Sorge bestenfalls unverstanden, insgeheim belächelt oder offen verspottet zu werden, ist groß. Doch Pfingsten kann uns daran erinnern, dass viel größere Angst überwunden werden kann: Den Jüngern drohte nicht nur Spott, sondern Verfolgung und dennoch verließen sie ihre vier Wände und redeten öffentlich über ihren Glauben. Ihrem Mut verdanken wir noch heute, dass wir glauben, beten und Gottesdienst feiern können. Einem Mut, der nicht aus ihnen selbst kam, sondern ein Geschenk des Heiligen Geistes war, der auch uns heute verheißen ist. An Pfingsten dürfen wir auf ihn hoffen und Gott um seine Kraft und seinen Beistand bitten. Fassen wir Mut!
Gesegnete, fohe Ostern und Pfingsten!
Herzlichst
Ihr Pfarrer Heinz Medoch
Aufruf (nicht nur) für die Mitglieder der Deutschsprachigen Gemeinde Richmond
Liebe Gemeindemitglieder,
Wir sind weiterhin auf Ihre Spenden angewiesen um die Kosten der Gemeinde decken zu können.
Allein die Gottesdienste kosten im Jahr rund £2.500.- Zusätzlich fallen natürlich auch Kosten für Büromaterial, Kopien, Porto, für Veranstaltungen und für den Unterhalt des Hauses der Pastoralreferentin an.
Sicher erinnern Sie sich noch,
- dass es in England keine Kirchensteuer gibt und sich die Gemeinde daher voll aus Spenden finanzieren muss
- dass die Kirche in Deutschland sparen muss und daher lediglich für die Gehälter des Pfarrers und der Pastoralreferentin aufkommt - alle laufenden Kosten müssen von der Gemeinde getragen werden.
Ganz sicher erinnern Sie sich noch,
- daß Sie Spendenschecks auf die ,,Deutschsprachige Kath. Gem. Richmond" ausstellen konnen
- daß auch die Kollekte einen wichtigen Beitrag zur Gemeindefinanzierung leistet
Für den Pfarrgemeinderat: Brigitte Unger-Graeber und Andreas Mohr
P.S.: Falls Sie eine deutsche Spendenbescheinigung benötigen, wenden Sie sich bitte an Pfarrer Medoch (020 - 7247 9529)
Wir sind auf Ihre (auch) finanzielle Unterstützung angewiesen.
Die neue Pastoralreferentin in Ham stellt sich vor:
Liebe Gemeinde!
Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Monika Attipoe, bin 38 Jahr alt und stamme aus der Nürnberger Gegend. Ich bin mit Enos Attipoe verheiratet. Mein Mann kommt aus Ghana. Seine Muttersprache ist englisch, er versteht und spricht auch deutsch. Wir haben zwei kleine Kinder: Emily (2 Jahre} und Elaine {4 Monate).
Für die nächsten drei Jahre bin ich "Ihre" Pastoralreferentin und ich freue mich darauf, in der deutschen katholischen Gemeinde in Richmond zu arbeiten.
Nun kurz zu meinem Ausbildungsweg: Nach meinerAusbildung als Industriekauffrau holte ich das Abitur nach und studierte anschließend in Eichstatt und Regensburg Theologie. Dann arbeitete ich vier Jahre als Pastoralassistentin in verschiedenen Gemeinden der Diözese Eichstatt. Nach meiner Zweiten kirchlichen Dienstprüfung ging ich fur ein halbes Jahr nach Israel, um das Land Jesu nicht nur aus Büchern, sondern auch "live" zu erleben. Im Anschluss daran studierte ich an der Freiburger Universitat Caritas- und Sozialwissenschaften und war nebenbei als Religionslehrerin und in anderen Bereichen tätig. Die letzten drei Jahre war ich in der Diözese Freiburg als Pastoralreferentin in zwei Gemeinden in Heidelberg beschäftigt. Meine Aufgabenfelder waren da vor allem: Sakramentenkatechese, Religionsunterricht, Kinder- und Jugendarbeit, Ministranten, Familiengottesdienste, Frauenfrühstuck, Krankenbesuche, Seniorenarbeit, Ökumenische Nachbarschaftshilfe, Exerzitien im Alltag, Beerdigungsdienst.
Was bewog mich dazu, diesen Beruf zu wählen? Ich denke, da kommt vieles zusammen: In erster Linie wohl die Liebe zu Gott und das Interesse an ihm und Seiner Kirche in den verschiedensten „ Ausführungen" und auch derWunsch, die Liebe Gottes an die Menschen weiter zu geben; dann natürlich auch die Vieiseitigkeit des Berufes und auch das Privileg, mit vielen netten und engagierten Menschen zusammen arbeiten zu dürfen und gemeinsam als Gemeinde ein Stück weit den Glauben miteinander zu leben.
Ich freue mich darauf, Sie kennen zu lernen. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihren Wünschen und Anliegen auf mich zuzukommen.
Auf eine gute Zusammenarbeit, herzlichst,
Ihre Monika Attipoe